Usabilitytipps

Auf Barrierefreiheit achten.

Barrierefreiheit schafft Vorteile nicht nur für Behinderte, sondern je nach Situation auch für jene Anwender, die auf Grund einer altersbedingten oder situationsbedingten Einschränkung nicht unbedingt zu behinderten Anwendern zu zählen sind, z. B. bei altersbedingten Sehschwächen oder altersbedingten motorischen Einschränkungen oder auch für Radfahrer, die ebenso die Rampe für Rollstuhlfahrer nutzen können. Barrierefreiheit bedeutet aber auch, keine neuen Barrieren aufzustellen, weshalb alle anzusprechenden Zielgruppen Kompromisse eingehen sollten. Oft macht es aber Sinn, sich der Unterschiede bewusst zu sein und dementsprechend zielgruppenzentrierte Angebote zu erstellen, anstatt um jeden Preis ein Angebot für alle nur erdenklichen Bedürfnisse und Notwendigkeiten konstruieren zu wollen (siehe Beitrag ›Barrierefreiheit – eine erweiterte Form der Usability‹). Entscheidend ist, dass niemand ausgeschlossen wird. Dies kann zur Folge haben, dass man Angebote mehrfach in der für die Zielgruppen jeweils erforderlichen Variante anbietet und dass bereits bei der Farbwahl Farbenfehlsichtigkeiten berücksichtigt werden (siehe ›Farbenfehlsichtigkeit‹ im Kapitel ›Farbe‹).

Den einzig richtigen oder gegebenenfalls mehrere Zugänge bieten.

Im Idealfall sollte es stets nur einen Weg zum Ziel geben. Aber da jeder Anwender unterschiedlich ist und er demnach Ziele für sich individuell definiert, kann es sinnvoll sein, mehrere unterschiedliche Zugänge zu Inhalten bzw. Funktionsangeboten anzubieten. Dies gilt aber in der Regel nicht für Hardware-Produkte, sondern nahezu ausschließlich für Software-Produkte, bei denen eine solche Skalierbarkeit möglich ist.
Es gibt drei wesentliche Kompetenzgrade:

  • Anfänger
  • Fortgeschrittene
  • Experten

Zu den drei Kompetenzgraden kommen aber noch Anwenderkategorien, die themenbezogene Anwender berücksichtigen, und jene, die ihre Auswahl nach emotionalen, beschaulichen bzw. ästhetischen Kriterien treffen.
Die sich daraus ergebende Mischung an Anwender-Bedürfnissen lässt sich bisweilen schwer in nur einem einzigen Navigationsangebot zufriedenstellend abdecken. Man sollte sich aber auch darüber im Klaren sein, dass das gleichzeitige Anbieten mehrerer Navigationswege zwangsläufig zu einem Überangebot an Möglichkeiten führen kann. Dies könnte die Nutzung eines Produkts zusätzlich erschweren, da sich jede Zielgruppe zunächst den für sie extra geschaffenen Zugang suchen muss, mit der Ungewissheit, ob sie überhaupt berücksichtigt worden ist. Hier sind Enttäuschungen vorprogrammiert (siehe auch unter ›Enttäuschungen vermeiden.‹ in diesem Beitrag).
Theoretisch klingt es gut und nachvollziehbar, mehrere Zugänge anzubieten. Dies aber praktisch umzusetzen bzw. tatsächlich in diesem (Über-) Angebot an Navigationsformen zurechtzukommen, ist zumindest für alle Beeiligten, Gestalter wie Anwender, eine echte Herausforderung. Was nützen mehrere Navigationsformen, wenn der Anwender vor lauter Angebot kaum die für ihn bestimmte Navigation finden kann? Die wesentliche Empfehlung ist, die Zielgruppe genau zu definieren und Usability-Tests durchzuführen, um den Bedarf zu erkennen, die Zugänge korrekt anzubieten und somit die Anzahl der Navigationsformen gezielt minimieren zu können. Eine pauschale Empfehlung kann es hier aber nicht geben, nur den Hinweis, dass entweder der Gestalter einen Fehler gemacht hat, wenn ein Usability-Test ergibt, dass mehrere Navigationswege erforderlich werden, oder dass das Angebot so vielseitig und die Zahl der anzusprechenden Anwenderkategorien so hoch ist, dass dieser Vielseitigkeit tatsächlich nur mit mehreren Zugängen begegnet werden kann. Bedenken Sie aber, wenn ein Anwender z. B. eine Suchfunktion als erforderlich erachtet, kann dies auch ein Indiz dafür sein, dass das Interface schlecht ist und der Anwender sich dessen Gebrauch ersparen möchte.
Eine Ausnahme stellen, unabhängig vom Träger- bzw. Darstellungsmedium (Print, CD, DVD-Video; DVD-ROM; BLU-ray DISC; HD DVD, Terminal, Web), all jene Angeboten dar, die wie Nachschlagewerke aufgebaut sein müssen.
Dies sind z. B.:

  • Lexika
  • Informationsdienstleistungen
  • Internet-Shops
  • Verkaufskataloge
  • Firmenportale
  • Websites von Hochschulen

Solche Angebote lassen sich pauschal keiner konkreten Zielgruppe zuordnen und werden auch nicht als Erlebnis, sondern in der Regel nur aus praktischen Erwägungen genutzt. Oft sind diese Angebote äußerst vielseitig an Inhalt und Struktur, so dass es erforderlich ist, entsprechend komplexe Zugänge zu ermöglichen. Dies gilt für einen großen Teil der Angebote im Internet, wobei aber zu berücksichtigen ist, dass z. B. auch Printerzeugnisse unterschiedliche zielgruppenspezifische Zugänge und Navigationsarten in Form von Inhaltsverzeichnissen, Glossaren, Stichwortverzeichnissen, Namensregistern, Fußnoten, Abbildungsverzeichnissen und Seitenzahlen bieten. Zumindest dort ist ein Angebot von mehreren Zugängen üblich und vom Anwender auch akzeptiert. Der wesentliche Grund, weshalb dieses scheinbare Überangebot an Navigationsformen beim Anwender nicht zu Verwirrungen führt, liegt daran, dass sie im Gegensatz zu vielen digitalen Informationsangeboten nicht komplett auf einer Seite, sondern in verschiedenen Abschnitten angeboten werden. Aus diesem Grunde kann es sinnvoll sein, dem Anwender von komplexen Produkten direkt zu Anfang ein Interface anzubieten, dass ihm einen Zugang nach themenspezifischen, zielgruppenspezifischen und kompetenzspezifischen Kriterien ermöglicht. All diese Navigationsvarianten lassen sich in drei Funktions- und vier Zugangskategorien zusammenfassen:

  1. Primärfunktion, macht den Sinn des Produktes aus.
  2. Sekundärfunktion, erweitert den Sinn des Produktes und kann fast so wichtig sein wie die Primärfunktion.
  3. Tertiärfunktion, erweitert das Angebot des Produktes, ohne zwingend notwendig zu sein.

Die folgenden vier Zugangskategorien beschreiben die von den Anwendern bevorzugten Arten des Zugangs:

  1. Der methodische Zugang
  2. Der geleitete Zugang
  3. Der beschauliche Zugang
  4. Der Experten- bzw. Schnellzugang

Will man die vier Zugangskategorien den drei Funktionskategorien zuordnen, ergibt sich folgendes Schema:

  1. Primärfunktion
    1. Der methodische Zugang
    2. Der geleitete Zugang
    3. Der beschauliche Zugang
  2. Sekundärfunktion
    1. Der Experten- bzw. Schnellzugang
  3. Tertiärfunktion

Detaillierte Informationen zu den Kompetenzgraden, den Zugangsformen und den Funktionsarten sind zukünfitg unter ›Benutzergruppen – Funktions- und Zugangskategorien‹ im Kapitel ›Zielgruppenanalyse und -ansprache‹ nachzulesen. Dort befindet sich dann auch eine Abbildung.

Orientierung erfordert Ordnung.

Das Angebot und die beschriebenen Kompetenzgrade, Zugangs- und Funktionskategorien sollten dazu genutzt werden, Zonen zu definieren, um das Angebot und den Zugang übersichtlich zu gestalten. Dabei ist ebenso darauf zu achten, dass dem Anwender die zusammenhängenden Bereiche z. B. durch Farbkennung, Nähe, Textauszeichnung oder weitere Stilelemente wie z. B. Pulldown-Menü, Rahmen etc. deutlich gemacht werden.

Antizipierbare Menü-Kennungen anbieten.

Verwenden Sie im Menü klar nachvollziehbare Bezeichnungen. Der Anwender möchte Ihre Menü-Kennungen nicht interpretieren, sondern erwartet klare Hinweise und nutzerbezogene Empfehlungen. Die hinter den Menü-Kennungen liegenden Inhalte müssen antizipierbar sein und der Erwartung entsprechend. Fachbegriffe oder solche, die als firmenspezifisch zu bezeichnen sind, sollten dabei vermieden werden. Suchen Sie nach Analogien, die sowohl aus dem Alltag bekannt sind, aber dennoch zum Inhalt bzw. zu den Zielgruppen passen.

Übersichtliche Verzeichnisstruktur anbieten.

Minimieren Sie die Anzahl der Menü-Punkte. Wenn Sie mehr als sieben Menü-Punkte anbieten, werden Sie es den meisten Anwendern erschweren, sich orientieren zu können. Entscheiden Sie sich für eine übersichtliche Inhaltsstruktur und gliedern Sie Ihre Hauptverzeichnisse in sinnvolle Unterverzeichnisse (siehe ›Navigation‹ und ›Flowchart‹ im Kapitel ›Orientierung planen und strukturieren‹). Außerdem sollten sich die Navigationselemente in Darstellung und Positionierung auch in tieferen Strukturen des Verzeichnisses nicht verändern (siehe Kapitel ›Interfacedesign‹).

Aufmerksamkeitsstarke Elemente sinnvoll einsetzen.

Vermeiden Sie Animationen im Randbereich. Sie wirken in der Regel störend und irritierend, da sie den biologischen Alarmreflex des Anwenders wecken und ihn stets aus dem Fokus seines Interesses lenken. Der Anwender wird sich gestört fühlen, wenn ihm nicht eingeräumt wird, diesen Störfaktor ausschalten zu können. Wenn Sie aufmerksamkeitsstarke Elemente, auch Eyecatcher genannt, nutzen möchten, sollten sie nicht mehr als einen Eyecatcher pro Screen einsetzen und ihn ins Zentrum platzieren. Alle umgebenen Details sollten sich zurücknehmen oder formal auf den Eyecatcher im Zentrum verweisen. Außerdem sollte er den Anwender direkt zum dargestellten Inhalt bzw. Angebot führen.

Textinhalte und Textmengen mediengerecht formulieren.

Texte werden am Monitor häufig nur überflogen. Oft versuchen Anwender den groben Textinhalt durch das Springen von Überschrift zu Überschrift und von Schlüsselwort zu Schlüsselwort zu erfassen. Wenn Texte am Monitor gezeigt werden, sollten Überschriften im Gegensatz zur Anwendung bei Printprodukten nicht nur die Aufmerksamkeit erhöhen, sondern bereits möglichst viel Hinweis auf den folgenden Textinhalt geben. Markierte Schlüsselworte könnten helfen, den Kern des Textes schneller zu erfassen. Diese Schlüsselworte sollten daher keine Fachbegriffe oder Marketingbegriffe sein. Texte sollten eine bestimmte Zeilenbreite und Zeilenanzahl nicht überschreiten. Neben der Schriftgröße sind noch der Zeilenabstand und die Laufweite zu beachten (siehe Kapitel ›Typografie‹).
Genaue Angaben hängen vom Darstellungsmedium (Handy-Display oder PDA; TV-Monitor; Computermonitor; TFT-Display), vom Trägermedium (Website; CD-rom; DVD; Blu-ray Disc; HD DVD) und vom Nutzungsverhalten des Anwenders mit den jeweiligen Eingabeformen des Darstellungsmediums ab (Tastatur des Handy; Computer-Maus und Tastatur; Fernbedienung eines TV; Fernbedienung eines DVD-Players).
Die oft genannten Behauptungen, die Anwender würden es gerne vermeiden, Text scrollen zu müssen, kann nicht grundsätzlich bestätigt werden. Ausschlaggebend ist die Qualität des Textes in Hinblick auf Schreibstil, Gliederung und Inhalt. Ist ein hohes Maß an Textqualität gegeben, ist der Anwender auch bereit, mehr am Computer zu lesen und den Text zu scrollen. Alternativ kann auch ein Durchblättern angeboten werden, was aber in der Regel als störender empfunden wird, da es einer Unterbrechung gleichkommt. Schließlich müssen die Augen dann stets vom Ende eines Textes an den Anfang des Textes der nächsten Seite wandern. Außerdem lässt sich ein scrollbarer Text einfacher in voller Länge markieren und kopieren oder ausdrucken (z. B. bei einer Internetseite).
Pauschal lässt sich daher nur die Anzahl der Zeichen pro Zeile von Texten beziffern, die am Computermonitor gelesen werden und die 70 Zeichen (inkl. Leerzeichen) nicht überschreiten sollte. Die Schriftgröße dieser Texte sollte mindestens 12 Punkt haben (Vergleichs-Font: Verdana). Außerdem sollten Sie grundsätzlich darauf achten, dass die Schrift, wenn technisch möglich, für den Anwender skalierbar ist oder der gesamte Text in mehreren Schriftgrößen angeboten wird (siehe ›Barrierefreiheit – eine erweiterte Form der Usability‹ in diesem Kapitel). Die Anzahl der Zeichen in einer Zeile sollten trotz solcher Skalierungen unverändert bleiben, aber ab einer Schriftgröße von 21 Punkt auf maximal 60 minimiert werden.
Wenn die oben genannten Qualitätsbedingungen berücksichtigt sind und die Darstellungsmedien es zulassen, kann die Textlänge durchaus 4000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) und die Textabsätze dürften 500 Zeichen erreichen, ohne dass der Anwender abgeschreckt würde. Dies gilt für die Darstellung von Internetseiten und CD-ROM-Produktionen, die am Computer-Monitor betrachtet werden, aber selbstverständlich nicht für Mobiltelefone, PDAs, DVD-Video-Produktionen oder andere Darstellungen auf gering auflösenden Displays oder TV-Monitoren.
Texte, die am TV-Monitor gelesen werden (DVD-Video; Blu-ray Disc; HD DVD; interaktives Fernsehen; Bildschirmtext; Texttafeln oder Bauchbinder im Fernseher) sollten eine Schriftgröße von mindestens 21 Punkt haben, eine Anzahl von 60 Zeichen (inkl. Leerzeichen) pro Zeile und 11 Zeilen pro Texttafeln nicht überschreiten und aus nicht mehr als zwei bis drei Texttafeln pro Thema bestehen, da das Weiterblättern grundsätzlich als lästig und als störende Unterbrechung empfunden wird. Das Lesen am TV-Monitor oder anderen geringauflösenden Displays ist zudem erheblich anstrengender als an einem hochauflösenden Computer-Monitor.

Werbung sollte sich unterordnen.

Werbung ist eine Last für den Anwender, sie ist aber auch notwendig. Umso wichtiger ist es, dass Werbung den Anwender nicht zu sehr stört. Sie sollte der Situation entsprechend inhaltlich und auch gestalterisch zum Thema des abgebildeten Inhalts, dem eigentlichen Grund der Nutzung, passen und der Zielgruppe des Inhalts entsprechen. Aber dennoch muss die Trennung von redaktionellem und werbendem Teil deutlich sichtbar bleiben. Außerdem sollte Werbung nicht mehr Platz als der Inhalt einnehmen. Vermeiden Sie zudem Töne jeglicher Art, wenn sie nicht sinnfällig und für den Konsumenten gewinnbringend sind. Sie ziehen sonst nicht nur die Aufmerksamkeit auf sich, sondern irritieren und stören in der Folge auch den Anwender. Wer z. B. über seinen Computer Musik hört, während er an ihm arbeitet, will nicht durch plötzlich auftretende Werbemelodien gestört werden. Je penetranter solch eine Störung ist, umso höher kann der Imageverlust für das werbende Unternehmen sein.

Medienadäquaten Mehrwert bieten,
aber Aufwand für den Anwender vermeiden.

Es trifft zwar zu, dass der Anwender von interaktiven Medien mehr erwartet als das, was ihm bereits der Fernseher bietet. Aber dennoch sollte man den Behauptungen, man müsse stets komplexe Navigationsangebote mit Animation und ständiger Herausforderung für den Anwender bieten, nicht unkritisch übernehmen. Oft ist es die Verfügbarkeit und der jeweilige Inhalt bzw. die Aktualität, die zur Wahl des Mediums führen – nicht unbedingt die Interaktionsvielfalt. Wenn z. B. die Möglichkeiten von Flash, die direkte Anbindung an das Internet und die damit verbundene Dynamik eine zusätzliche Software-Installation oder lange Ladezeiten erfordern, wird sich so mancher Anwender in seiner Entscheidungsfreiheit und seinem Wunsch nach einem direkten Zugang gehindert sehen. Und wenn sich der versprochene medienadäquate Mehrwert in der Bedienung als zu kompliziert herausstellen sollte und nicht erzielt werden kann, bleibt vom Wunsch, ein medienadäquates Angebot bieten bzw. nutzen zu wollen, nicht mehr viel übrig. Unterschätzen Sie nicht die Möglichkeiten und den Reiz einer einfachen Navigation. Oft entscheiden nur der Inhalt, die Erscheinungsform oder die Schnelligkeit, mit der die Anfrage bzw. der Bedarf des Anwenders erfüllt wurde. Interaktive Raffinessen werden bisweilen nicht honoriert.
Folgende Medien bzw. Interaktionsformen sind simpel im Gebrauch, aber dennoch sehr beliebt:

  • Weblog:
    Klicken von Menüpunkten in einfacher Baumstruktur. Hierarchische Verlinkungsstrukturen werden grundsätzlich den netzwerkartigen vorgezogen.
  • SMS-Dienste:
    Nutzung des SMS-Angebots über eine Handy-Tastatur.
  • Interaktives Fernsehen:
    gesteuert z. B. über eine spezielle Fernbedienung, die in Verbindung mit einem Telefondecoder über einen Rückkanal und daher auch über vordefinierte Tasten für Bestellungen und Autorisierung verfügt (wurde bisher in Belgien getestet, mit der Fernbedienung ›Betty‹).
  • Zappen am Fernseher über die Fernbedienung.
  • Alle Angebote, die über Pfeiltasten oder Zahlen am Telefon oder einer Fernbedienung gesteuert werden:
    – Interaktive Angebote auf DVD, betrachtet am Fernseher.
    – Telespiele über den Fernseher.
    – Handy-Games, Jump n’ Run Games, etc.
    – Alle Spiele, die über einen Joystick gesteuert werden.

Entscheiden Sie sich stets für das Medium und die Intertaktionsform, die dem zu vermittelnden Inhalt bzw. der Absicht des interaktiven Produkts gerecht werden. Und sollten Sie, über den Standard hinaus, die Möglichkeiten der entsprechenden Medien ausloten wollen, dann bieten Sie ein nachvollziehbares und medienadäquates Interface an, damit der beabsichtigte Mehrwert auch tatsächlich ein Mehrwert für den Anwender wird (siehe Kapitel ›Interfacedesign‹)

Enttäuschungen vermeiden

Erwartungen, die mit Menüpunkten, Überschriften, aufmerksamkeitsstarken Elementen oder Texten geweckt werden, sollten auch erfüllt werden. Vermeiden Sie es, Anwender zu enttäuschen. Bewahren Sie sich Ihre Glaubwürdigkeit, indem Sie die Menüpunkte so benennen, dass sie korrekt antizipiert werden können. Aufmerksamkeitsstarke Elemente wie Bilder und Animationen sollten konform mit dem resultierenden Inhalt sein, den man nach Anklicken der Elemente erhält. Bewerben Sie ihre Produkte nicht mit Feature-Listen, wenn Sie mehr bieten wollen als technische Spielereien. Verwenden Sie technische Möglichkeiten nachvollziehbar, sinnstiftend und medienadäquat.

Weiterführende Informationen im Internet

Weiterführende Informationen im Internet