New Work und Agilität – Was ist das?

Einführung

Die Idee hinter New Work benötigt nicht die Einfältigen, sondern die Vielfältigen.

Bei New Work geht es nicht nur darum, was wir tun, sondern auch wie wir es tun, wie wir miteinander arbeiten, wie wir uns dafür selber managen (siehe: „Selbstmanagement und Agiles Arbeiten“) und welche Werte uns dabei leiten.

New Work ist kein Wohlfühlthema.
Wer New Work als Bewegung sehen und zu einer kollektivierten Entscheidungs-Findungs-Community verunstalten will, sucht sich besser eine eigene Bezeichnung. Das Ergebnis wäre nur eine Konstruktion, die zu ähnlichen Behinderungen, wie beim Taylorismus führen würde (siehe dazu meinen Artikel „Was New Work und Agilität falsch machen“).

Wer New Work oder die dort beheimateten agilen Methoden anwenden möchte, nur aus der Erwartung heraus, dadurch Geld zu sparen oder dadurch die Effizienz zu steigern, taugt nur zum Verwalten, aber nicht zum Formen und nicht zum Führen eines Unternehmens.
New Work hilft nicht den Einfältigen, sondern den Vielfältigen. Gerade deswegen werden New Work und Agilität von einigen als Bedrohung wahrgenommen.

Die Vielfältigen sind bereit und in der Lage, sich, die Mitarbeiter und das Unternehmen so aufzustellen, so dass es möglich wird, Veränderungen und sogar großen Krisen nicht nur einmal, sondern regelmäßig begegnen zu können bzw. ihnen gewachsen zu sein.

Wenn Du Deinen Erfolg nicht nur gestalten, sondern auch selbstbestimmt definieren möchtest, kannst Du entweder den Schritt in die Selbstständigkeit wagen, oder innerhalb Deiner Angestellten-Existenz die Möglichkeiten des so New Work erproben.
Es geht dabei nicht nur darum, was wir tun, sondern auch wie wir es tun.

Insbesondere dann, wenn Du selber Unternehmer*in bist, wird Dir New Work dabei helfen, herauszufinden, die Kompetenzen Deiner Mitarbeiter zu erkennen und wertzuschätzen.

New Work kann sich dank der Digitalisierung erst so richtig entfalten (und es stellt sich zu keinem Zeitpunkt die Frage, ob man dafür die deutsche Bezeichnung „Neue Arbeit“ verwenden sollte. Die Definition „New Work“ hat ihren Ursprung vor über 70 Jahren, auf den ich weiter unten näher eingehe).

Als Experte für Life & Business Design zeige ich Dir, wie Du Dir Dein Leben und Deine Arbeitswelt so formst, dass alles für Dich, Deine Familie, Deine Freunde und Deine Kollegen passt – aber auch für Dein Business – falls Du Unternehmer bist.
Mein Credo lautet: „Forme Dein Leben und Dein Business – Mit Selbstmanagement zum Erfolg.“
New Work bietet dazu den idealen Möglichkeiten-Raum, setzt allerdings auch Selbstmanagement und Eigenantrieb voraus. New Work bietet sehr viel Freiheit, mit der man auch umgehen können sollte.
Daher ist es z.B. wichtig, über Selbstmanagement bescheid zu wissen (siehe dazu meinen Artikel „Selbstmanagement und Agiles Arbeiten“).

Wenn Du beabsichtigst, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, bist Du hier genau richtig 😉

So weiß z.B. die Agentur „Zum goldenen Hirschen“ die Möglichkeiten des New Work sehr zu schätzen. Die Agentur-Führung erlebte selber, dass New Work mehr individuelle Freiheit im Arbeitsalltag gibt und für alle Mitarbeiter eine Flexibilität bietet, die sich erst durch die Digitalisierung und durch Remote-Tools (z.B. Zoom, Miro etc.) eröffnet haben.

Diese Agentur schaffte die Anwesenheitspflicht für alle Standorte ab. Die Mitarbeiter entscheiden selber, ob sie ins Büro kommen oder remote arbeiten – von zuhause aus – oder von irgendeinem Ort in der Welt.

Agentur „Zum goldenen Hirschen“

Der Digitalisierung mag man so manche Nachteile nachsagen.
Sie lässt sich aber auch zu Deinem Vorteil nutzen.

Es ist im oben genannten Agentur-Beispiel nur konsequent, die Anwesenheitspflicht abzuschaffen, um so seinen Mitarbeitern mehr Freiräume zu bieten – aber auch, um ihnen das Signal zu geben, dass nicht ihre Absitz-Zeit, sondern ihre Arbeit gewertschätzt wird und das verstanden wurde, dass Wissens-Arbeit ein bestimmtes Umfeld erfordert, um wachsen und um in möglichst verschiedenen Richtungen gedeihen zu können.

Vieles lässt sich Dank Digitalisierung automatisieren, anderes erfordert aber Deine Aufmerksamkeit oder die Deiner Mitarbeiter. Und schon wird New Work für Dich auch als Arbeitgeber interessant.

Du wirst Mitarbeiter einstellen (oder hast bereits welche), um nicht alles selber machen zu müssen, aber auch, um nicht nur in Deinem Business, sondern an der Weiterentwicklung Deines Business arbeiten zu können.
Viele machen den Fehler anzunehmen, alles selber machen zu müssen oder gar alles besser machen zu können. Beides trifft nicht zu. Anzunehmen, alles besser machen zu können ist sogar schädlich – für Dich und Deine Mitarbeiter. In solch einem Fall ist es oft so, dass Du Dich überschätzt und Deine Mitarbeiter unterschätzt. Dies widerspricht den Absichten des New Work und hilft weder Dir, noch Deinen Mitarbeitern – und erst recht nicht dem Ergebnis und Zielen Deines Business. 

New Work ermöglicht Zufriedenheit für Dich und Deine Mitarbeiter.

Was ist New Work?

Wer New Work oder dort beheimatete agile Methoden anwenden möchte, um Geld zu sparen oder um die Effizienz zu steigern, taugt nur zum Verwalten, aber nicht zum Formen und nicht zum Führen eines Unternehmens.
Die Idee hinter New Work hilft nicht den Einfältigen, sondern den Vielfältigen, die bereit und in der Lage sind, sich, die Mitarbeiter und das Unternehmen so aufzustellen, so dass es möglich wird, Veränderungen und sogar großen Krisen nicht nur einmal, sondern regelmäßig begegnen zu können bzw. ihnen regelmäßig gewachsen zu sein. Um die dafür erforderliche Dynamik im Denken, Handeln und Produzieren zu ermöglichen ist es erforderlich, Teams bilden zu können und zu wollen, die sich selber organisieren dürfen. 

Komplexen Veränderungen, die von aus auf ein Unternehmen einwirken, kann man verständlicherweise nur mit der Erhöhung der innern Komplexität des Unternehmens begegnen.

Weiter unten erläutere ich, was es bedeutet selber organisierende Teams zu bilden. Ein klassisch hierarchisch aufgebautes Unternehmen, das pyramidal bzw. tayloristisch strukturiert ist, bevorzugt Kontrolle und geht davon aus, dass Wissen sei oben und das Umsetzen sei unten in der Hierarchie-Pyramide. Eine ziemlich absurde Vorstellung, setzt es doch voraus, dass der viel größerer Anteil der Pyramide nur zum Umsetzen, aber nicht zum mitdenken taugen würde. Das wäre dann ein deutlicher Ausdruck, für fehlende geistige und strukturelle Flexibilität durch Überheblichkeit. Aus solch einer geistigen Haltung (Fixed Mindset) kann ein Unternehmen nur verwaltet werden.

„Probleme kann man niemals mit derselben 
Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“
–Albert Einstein

Die Bestandteile und Eigenschaften, die New Work ausmachen und die ich Dir nun näher erläutern werde, gibt es – je nach Auslegung – schon seit ca. 40 bis 70 Jahren. Diskutiert wird New Work schon seit einigen Jahrzehnten. Aber erst die allgemeine Digitalisierung , die Finanzkrise 2008 und erst recht die Corona Pandemie 2019/20 verursachten hinreichend Leidensdruck und Bereitschaft, um auch mal ein Umdenken in Betracht zu ziehen und die Unternehmens-Struktur, das bloße Verwalten von Unternehmen und das vor sich Hinarbeiten in Silos in Frage zu stellen. New Work und Agiles Arbeiten, aber auch Lean Management werden nun lebhaft diskutiert. All die damit verbundenen Aspekte sind bereits seit mindestens 40 Jahren bekannt.

Demnach erübrigt es sich, bezüglich „New Work“ von einem Hype zu sprechen. In der Regel tun dies eh nur jene Personen, die gar nicht wissen, was ein Hype ist, sondern lediglich eine Entwicklung diskreditieren wollen, um sich selber nicht eingestehen zu müssen, sie nicht zu verstehen und Veränderungen an sich abzulehnen.

Das Konzept „New Work“ (Neue Arbeit) basiert auf den Aufsatz „Welt, in der wir leben wollen“ von Frithjof Bergmann, den er 1949 schrieb. Allerdings arbeitete er die Idee des New Work erst 1976-1979 konkret heraus, als er zu dieser Zeit Ostblock-Länder besuchte und sich konkreter mit Wirtschaft, Unternehmertum und mit Arbeit an sich befasste. 1984 gründet er das erste Zentrum für Neue Arbeit in Flint, Michigan, USA.
New Work setzt auf die Selbstständigkeit, Freiheit und Teilhabe der Mitarbeiter an der Gemeinschaft. Frithjof Bergmann geht davon aus, dass sich dadurch die Kreativität und Agilität der Mitarbeiter besser entfalten könne. Dies würde bei der Umsetzung im Unternehmen heißen, dass jeder Mitarbeiter bei der Strategieentwicklung einbezogen wäre und somit jeder einzelne gefragt wäre. Außerdem würden Mitarbeiter dadurch Verantwortung übertragen bekommen. All dies würde zu einer Motivations-Steigerung bei den Mitarbeitern führen, da ihr Status aufgewertet und die Ergebnisse ihrer Arbeit mehr gewertschätzt würden. Nicht der Mensch ist für die Arbeit dar, sondern die Arbeit bekommt einen höheren Sinn, über das Geldverdienen hinaus.

New Work bietet eine Sammlung an Möglichkeiten, Methoden und Tools, um für mehr Zufriedenheit zu sorgen. Diese Zufriedenheit ergibt sich einerseits dadurch, dass New Work flexible Arbeitsmodelle bietet und andererseits dadurch, dass Du Dich mit Deinen individuellen Fähigkeiten einbringen kannst. 
Durch diese Faktoren ergibt sich viel eher das Gefühl, selbstbestimmt arbeiten zu können. Zudem werden die Ziele, die Vision, das WHY des Unternehmens über alle Abteilungen hinweg kommuniziert und stetig weiter entwickelt. 
Die Abteilungs-Ziele werden mit Hilfe agiler Methoden in selbstorganisierten Teams zu gemeinsamen Zielen (weiter unten erläutere ich Agilität). Der Kerngedanke dabei ist, möglichst viel Motivation und Eigeninitiative freizusetzen, indem sich jeder mit seinen individuellen Fähigkeiten einbringen kann, aber stets auch das gemeinsame Team-Ziel, aber auch das WHY des Unternehmens vor Augen hat. 

Es gilt grundsätzlich als Zufriedenheits-fördernd, wenn man mit seinen individuellen Fähigkeiten ein gemeinsames Ziel voranbringen kann, zu dem man steht. 

Die Unternehmens-Leitung sieht sich im Rahmen von New Work nicht als Manager, die ein Unternehmen in der Regel nur verwalten, sondern als Vorbilder und Coaches, die im Rahmen weit gefasster Flanken ihre Mitarbeiter führen und dabei viel Freiraum für Selbstbestimmung und Selbstorganisation bieten, aber auch Selbstständigkeit und den dafür erforderlichen Eigenantrieb mitbringen.

New Work ist ein Kosmos aus Flexibilität, wirkt in allen Richtungen und durch alle beteiligten Akteuere.

Man sollte nun nicht annehmen, dass es sich bei New Work um ein Wohlfühlthema handelt, wenngleich es bisweilen als solches verkündet wird. Wer New Work anwendet oder anwenden möchte gerade weil er/sie es als Wohlfühlthema sieht und leben möchte, denen empfehle ich ergänzend meinen Artikel „Was New Work und Agilität falsch machen.
Dort beschreibe ich, wie sehr man in ähnliche Strukturen, wie die des Taylorismus verfällt, wenn man New Work als Wohlfühlthema missversteht. Wer New Work als Bewegung und zu einer kollektivierten Entscheidungs-Findungs-Community konstruieren will, sucht sich besser eine eigene Bezeichnung. Das Ergebnis wäre nur eine Konstruktion, ähnlich zum Taylorismus.

New Work findet zwangsläufig auf zwei Ebenen statt, der Ebene der Organisation (Unternehmen, Institutionen) und der individuellen Ebene der Angestellten und freien Mitarbeiter.

New Work in Organisationen

New Work bedeutet für Organisationen zu führen und nicht nur zu verwalten.
New Work bedeutet, Flexibilität im Denken und Handeln zu ermöglichen und im Rahmen weit gesteckter Leitplanken zu führen, Micro-Management zu meiden und Order- und Controll-Mentalitäten nicht zu aufkommen zu lassen.

Die Kompetenzen der Organisationen teilen sich in drei Bereiche:

  1. Arbeitsumgebung: Die Fähigkeit, reale, digitale und remote Arbeitsort bereitzustellen, die ein Zusammenarbeiten aber auch ein sich Zurückziehen ermöglichen (Workshop-Räume, Home-Office, Remote-Collaboration-Work).
  2. Tool Skills: Die Fähigkeit technisches Gerät und IT-Ausstattung bereitzustellen, die die Mitarbeiter in der Arbeitsumgebung dazu befähigen, ihre Kompetenzen im Sinne der Aufgaben und Ziele des Unternehmen und somit im Sinne der Mitarbeiter und der Kunden einbringen zu können (Computer, Vernetzung, digitale Tools zur Durchführung von Home-Office, Remote-Collaboration-Work etc.)
  3. Führung und Formung: Die Fähigkeit, die Vision, das WHY des Unternehmens definieren und über alle Abteilungen hinweg gemeinsam mit den Mitarbeitern formen und implementieren zu können. Die Fähigkeit, ein Unternehmen nicht nur zu verwalten, sondern proaktiv zu formen und zu führen. Die Fähigkeit auf Veränderungen rechtzeitig reagieren zu können, seinen Mitarbeitern zu vertrauen, dadurch selbstorganisierte Teams und individuelle Mitarbeiter zu fördern, Fehler als Ur-Quelle für Weiter-Entwicklungen zu begreifen und dadurch eine Fehlerkultur zu leben.

New Work für Mitarbeiter

New Work bedeutet für MitarbeiterVerantwortung übernehmen zu wollen.
Wer einen 0815-Job mit klaren Befehlsstrukturen bevorzugt, keine Verantwortung übernehmen möchte, oder zum „ins Machen kommen“ erst noch motiviert werden möchte, oder auf Veränderungen nicht flexibel, sondern mit den immer gleichen Verfahren reagieren möchte, wird mit New Work nicht glücklich werden. 
Solche Mentalitäten sind allerdings auch keine Akteure, sondern Personen, die nur reagieren, aber nicht proaktiv agieren können. Letzteres ist aber immer wichtiger, da die Produkte und Dienstleistungen immer komplexer werden. Es bleibt demnach eine Herausforderung, alle Mitarbeiter zu integrieren.
Die Akteure, die sich in agilen Arbeitsumgebungen wohl fühlen, sind jene Persönlichkeiten, die nach Lösungen und nicht nach Ausreden suchen und gerne Verantwortung übernehmen. Sie bringen jene Kompetenzen mit sich, die ein Agieren und nicht nur ein Reagieren auf sich ständig verändernden Märkten und Umständen ermöglichen. 

Die Kompetenzen der New Work Mitarbeiter teilen sich in drei Bereiche:

  1. Mindset: Team- und Unternehmergeist, gepaart mit der Lust, ständig hinzulernen zu wollen.
  2. Soft Skills: Fähigkeit zum Selbstmanagement und zur Kommunikationsbereitschaft.
  3. Methoden: Fähigkeit, beraten, aber insbesondere auch bis hin zum Ziel begleiten zu können (Coaching). Fähigkeit mit agilen Methoden und Werkzeugen umgehen zu können.

Mögliche Veränderungen von außen

Veränderungen von außen können sich durch viele Faktoren ergeben. Hier einige Beispiele, von denen Unternehmen überrascht werden können bzw. auf die sie eventuell schnell reagieren müssten:

  • Veränderte Interessen der Kunden an ökologischer Verantwortung (z.B. Wandel von Verbrennungsmotor zu Elektro-Antrieb).
  • Wenn Kunden plötzlich Produkte meiden, die Stoffe beinhalten, denen schädigende Wirkung nachgesagt werden. Oft genügt hier eine Vermutung (z.B. musste Aluminium in Deodorants entfernt werden).
  • Veränderung von Marktbedingungen, wenn sich Innovationen ergeben (z.B. führte die Erfindung des Smartphones durch Apple dazu, dass der einstige Platzhirsch unter den Handy-Herstellern – Nokia – insolvent ging, da er dieser Veränderung nichts entgegenbringen konnte. Dasselbe widerfuhr dem Unternehmen Kodak, dass die bereits begonnene Haus-interne Entwicklung einer Digital-Kamera nicht weiter unterstützte, da es sehr gut an der Analog-Film-Herstellung und Filme-Entwicklung verdiente, aber die allgemeine Veränderung zur Digital-Fotografie nicht sehen wollte oder konnte).
  • Veränderungen, die sich z.B. durch eine Corona-Pandemie ergeben können.

Der Erfolg eines Unternehmens hängt selten von Managern ab.
Es sei denn, sie folgen dem Grundsatz „management the system – not the people“.

In den digitalen Umgebungen von Zoom, Miro & Co entfalten agile Akteure  ihre Potenziale. Dies wird auch möglich, weil dort Talente spürbar aber auch  entfaltbar werden – ohne das sich jene, die es nur zum Blender schafften,  aufspielen könnten. 
Auch Order- und Controll-Mentalitäten findet man dort selten, da ihnen Agilität Flexibilität abverlangt, die sie überfordert.
Talent-freie und Trittbrettfahrer werden unweigerlich „enttarnt“.

Dort sind Manager überflüssig, Führungspersönlichkeiten hingegen sehr gefragt. 

Vor sich hinarbeitende Solo-Abteilungen werden als solche „enttarnt“,  Silos werden aufgebrochen, wodurch Marketing-Abteilungen zwangsläufig  entmachtet, aber zu Koordinatoren des agilen Entwickeln und Umsetzens werden. 
Marketing darf nicht im Silo stattfinden, sondern muss durch alle Abteilungen erlebbar werden. Hier geht es darum, die Kompetenz aller Abteilungen zu heben und diese auch an den Planungs-Prozessen teilnehmen zu lassen (ganz im  Sinne des agilen Arbeiten mit z.B. Design Thinking, Design Sprint etc.).

Selbstmanagement und fokussiertes Arbeiten praktizieren agile Akteure  aus der Vernunft heraus. Schließlich wollen sie ihrer Arbeit selbstbestimmt, achtsam und gut organisiert nachgehen, um zufrieden, aber auch frühzeitig  ihr Tagewerk abschließen zu können. 

Der 5 StundenTag bei vollem Lohnausgleich ist keine Utopie.
Es ist nur eine Frage des guten Selbstmanagement und eines agilen  Umfeldes, um gut organisiert, auch in 5-6 Stunden das zu schaffen,  wofür sonst 8 Stunden festgelegt wurden.

Dann bleibt mehr Zeit für Müssiggang und Freizeit, jene Zustände, die die Zufriedenheit steigern, aber auch ohne wahrgenommenen Aufwand, den Ideenreichtum fördern oder einfach nur die „Batterien“ laden lässt.

Was ist Agilität? – Flexibel bleiben und die richtigen Dinge, richtig umsetzen

Agilität als definierten Arbeitsablauf gibt es seit 1947 (Toyota mit Kanban), Lean Management als Fachbegriff seit 1985 (als die West-Automobil-Branche die hohe japanische Profitabilität bemerkte, die erst durch Kanban möglich wurde, eine Kombination aus Effektivität und Effizienz).

„Agilität ist Natur pur – es ist das Leben selbst.
Evolution ist nur ein anderer Begriff für Agilität.“

Es ist stets hilfreich, erst herauszufinden, welches die richtigen Dinge sind (Effektivität) und wie man die Dinge richtig umsetzt (Effizienz), um dann beides zu kombinieren: die richtigen Dinge, richtig umzusetzen.

Agilität steht für Anpassungsfähigkeit, aber auch für die Bereitschaft und Befähigung, sich verändern zu wollen und zu können. Letzteres passiert nicht aus der Agilität heraus, sondern dies sind Voraussetzungen.
Wer die Offenheit dafür besitzt, wird Veränderungsmöglichkeiten, aber auch Veränderungsnotwendigkeiten zwar prüfen, aber sie angehen, sobald es die Situation erfordert, anstatt ihnen nur mit blockierenden Bedenken zu begegnen.

Wir haben nahezu alle Errungenschaften in Kultur bzw. Wohlstand und die meisten Erfindungen denen zu verdanken, für die Agilität schon immer zu deren DNA gehörte.
Dazu gehören weder Verwalter noch Bedenkenträger.
Die Idee hinter New Work benötigt nicht die Einfältigen, sondern die Vielfältigen.

Die Digitalisierung lässt sich nur mit Agilität zum eigenen Vorteil nutzen. Wie bei allen neuen Umwälzungen (Evolutionsschritten), z.B. hin zur Industrialisierung oder hin zur Digitalisierung, entstehen neue Beschäftigungsfelder und dadurch neue Berufe. Mit jeder Umwälzungs-Etappe werden die Anforderungen für Beschäftigte steigen. Menschen mit geringer Bildung werden zunehmend ins Hintertreffen geraten. Allerdings auch jene, die zwar über Bildung, aber nicht über hinreichend Eigenantrieb, nicht über hinreichend Agilität verfügen.

Mit den holistischen Methoden des Service Design Thinking findet man seit 1990 heraus, welches die richtigen Dinge sind (Effektivität). Und innerhalb selbstorganisierender Teams nutzt man seit 1983 iterative Entwicklungsprozesse (z.B. Scrum), um die  Dinge richtig umzusetzen (Effizienz).
Ergänzend zu Lean und Kanban kombiniert man Effektivität und Effizienz seit 2007 auch mit den Auswahl- und Entscheidungs-Methoden des Google Design Sprint, um die richtigen Dinge zunächst richtig auszuwählen, um sie erst dann richtig umzusetzen.

Agilität findet auf allen Ebenen statt. 

Agilität findet beim Herausfinden statt, welches die richtigen Dinge sind, beim Organisieren der Teams, innerhalb der Entwicklungsprozesse und innerhalb der Auswahl- und Entscheidungsmethoden und auch beim Führen eines solchen Unternehmens.

Solch ein Umfeld benötigt Führungspersönlichkeiten, die erkannt haben, das sie es mit Profis zu tun haben, denen man ein Spielfeld überlassen muss, auf dem sie selbstorganisiert agieren können, um innerhalb eines Möglichkeiten-Raum zum Wohle aller Beteiligten und somit für alle Mitarbeiter und das Unternehmen innovativ tätig sein zu können (im Idealfall nachhaltig, im ökologischen, wie auch im ökonomischen Sinn).

Zur Erinnerung: 
Bei New Work geht es nicht nur darum, was wir tun, sondern auch wie wir es tun, wie wir miteinander arbeiten, wie wir uns dafür selber managen (siehe: „Selbstmanagement und Agiles Arbeiten“) und welche Werte uns dabei leiten.
New Work bedeutet, Flexibilität im Denken und Handeln zu ermöglichen und im Rahmen weit gesteckter Leitplanken zu führen, Micro-Management zu meiden und Order- und Control-Mentalitäten nicht anzuwenden.

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